I recently started walking home, which requires quite a bit of uphill walking. As I was huffing & puffing along, I realized that I am seriously out of shape. So, I’ve resolved to fight my way up some of San Francisco’s hills. But that’s not the only uphill battle I am involved in: I recently joined the board of directors at the Alternatives to Marriage Project, the only national nonprofit working to end discrimination due to marital and/or relationship status.

With the California Supreme court decision on Prop 8, the focus is back on same-sex marriage. Why marriage, though? Why not fight for equality for all and really mean all, you know, like everybody, not just people who are married?

Marriage, even same-sex marriage, creates a bright red dividing line between married and unmarried. This line comes with a lot of social and financial implications: Singles are viewed as immature and selfish; not quite adults yet. Married folks receive benefits and rights through more than 1,130 federal laws that unmarried folks don’t get. Same-sex marriage would still leave people who don’t want to (or can’t) get married out in the rain. People who have wonderful relationships with friends and relatives but are just not married, for whatever reason.

Making the case for equality for all is an uphill battle. Valuing all people independent of their relationship status requires a paradigm shift – instead of assuming that people in romantic relationships should get more rights and privileges, we have to ask what society should provide for all people. For example, instead of making a widow dependent on her husband’s Social Security benefits, a minimum pension for everybody would be more equitable to all. There are many, many more examples like that. If this piques your interest please let me know and I’d be happy to tell you more about it.

Donate Now!

This page will keep you updated on my uphill battles:

  • To get myself into shape, I’m pledging to walk home at least once a week for eight weeks this summer, taking the route with three major hills.
  • To build AtMP’s capacity for policy analysis and outreach, I’m pledging to raise $1,000.

You can help me with both by matching my ’24 hill pledge’ with a contribution to the Alternative to Marriage Project. For example, a one-time gift of $80 would match my pledge at a rate of $10 per walk; $120 would match me at $5 per hill; or come up with your own variation. If you’re as excited as I am to find the one national organization that fights for equality for all and really means “all,” I hope you’ll pledge ongoing support for AtMP at the rate of $10 or more per month no matter how many hills I climb.

You can find my weekly updates on my progress and some updates on the battles AtMP fights on this page.


Donate Now!

List of Updates (see intros below or follow the links to read the whole post):


Deutsche Strategie: Durchseuchung und Ewig-Lockdown

April 14th, 2021

Durchseuchung. Die Details des Gesetzentwurfs sind eigentlich irrelevant. Das wichtigste ist, dass die Inzidenz um 100 hin und her pendeln wird. Das Ziel ist nicht die Inzidenz so zu senken, was uns eine Rückkehr ins normale Leben so schnell wie möglich ermöglichen würde. Sondern das Ziel ist die Inzidenz um 100 zu halten, was eigentlich Durchseuchung heißt, kontrollierte Durchseuchung. Wenn man besonders harsch ist, könnte man sagen, dass ist Euthanasie, denn dadurch werden Leute sterben, die nicht „stark genug“ sind.

Die deutsche Regierungsstrategie: ewige Jojo Lockdowns um Inzidenz 100 mit einer semi-kontrollierten Durchseuchung, der immer jünger werdenden ungeimpften Deutschen.

Offener Brief an die Politiker*innen: #NoCovid Jetzt!!!

April 6th, 2021

Letzte Woche habe ich ein neues Wort gelernt: Mütend. Ich bin mütend, müde und wütend.

Ende 2018 bin ich nach über 30 Jahren aus den USA nach Deutschland zurückgekehrt, um mich hier um meine über 80-jährigen Eltern zu kümmern, die in Deutschland leben. Das Wiedereinleben war holprig, was schon einen etwas schlechten Geschmack hinterließ, aber naja. Irgendwann klappte es.

Dann kam die Pandemie.

Zuerst, in der 1. Welle, war ich froh, dass ich hier in Deutschland war, denn ich hörte schaurige Geschichten von meinen Freund*innen in Kalifornien. Dann wurde Biden gewählt und alles änderte sich: In den USA wurde die Pandemie-Bekämpfung hochgekurbelt und hier in Deutschland… ja, was eigentlich? Hier in Deutschland erschien es mehr und mehr, dass die Politiker*innen, die Politik von Trump übernahmen: Der Virus ist nicht so schlimm, der wird schon von alleine weg gehen, das Frühjahrswetter wird helfen. Und den Wissenschaftler*innen wurde immer weniger zugehört.

Heute morgen habe ich erfahren, dass ich ab dem 1. April als über 50-jährige in Kalifornien einen Impftermin bekäme. Hier in Deutschland steht mein Termin in den Sternen. Irgendwie fühle ich mich verarscht: Als gute Tochter habe ich mein Leben in den USA aufgegeben, um meine Eltern zu unterstützen. Das ist jetzt lebensgefährlich für mich geworden!

Wir brauchen Impfungen, so schnell wie möglich – 7 Tage in der Woche, 24 Stunden sollte geimpft werden. Wir brauchen Tests, so schnell wie möglich – auch 24 Stunden an allen Wochentagen. Ist so etwas denn wirklich nicht möglich? Oder sind Menschenleben hier in Deutschland wirklich nichts mehr wert, trotz Verankerung im Grundgesetzt?

Wir brauchen dringend einen Kurswechsel (wenn, was jetzt gemacht wird, überhaupt ein Kurs ist…). Die Pandemie kann nur bekämpft werden, wenn wir alles darauf ausrichten. Die NoCovid Strategie zeigt eine Weg – Sie müssen den endlich gehen und aufhören schöne Reden zu halten, aber nichts zu tun. Handeln Sie endlich!

Rassismus in Deutschland

February 5th, 2021

Die Geschichte mit der WDR Sendung verdeutlicht, dass Rassismus in Deutschland nicht ein Problem der Rechten ist. Rassismus ist salonfähig und die meisten weißen Deutschen bemerken es noch nicht mal. Das ist der Nährboden für die Rechten und ein Problem, dass wir nur dann lösen, wenn wir weißen Deutschen bereit sind selbstkritisch in den Spiegel zu schauen. Das verlangt auch, dass wir zuhören, wenn Deutsche of Color uns auf die Probleme aufmerksam machen. Abwehrhaltung und auf die AfD schieben, bringen uns nicht weiter. Nur wenn wir wirklich unseren Rassismus sehen, können wir in einer Demokratie leben. Denn Demokratie benötigt alle Stimmen und die Abschaffung von Machtverhältnissen nach denen manche mehr wert sind als andere.

Ein Blick in die USA zeigt, wie Rassismus Demokratie zerstört. Geleugneter Alltagsrassismus ermöglichte den Faschisten in den Mainstream zu gelangen ohne dass ihre Gefahr erkannt wurde. Sie waren eben die normalen Amerikaner: die weißen Männer (mit wichtiger Unterstützung von weißen Frauen). Die Norm des Weißsein machte ihre Radikalisierung für andere weiße Menschen unsichtbar.

Teil unserer Integration als weiße Deutsche in ein modernes Deutschland muss sein, dass wir uns abgewöhnen, Begriffe zu benutzen, die unsere Mitbürger:innen beleidigend finden. Bonus ist dann, dass wir viel besser beschreiben, was wir eigentlich da essen – Schokoküsse und scharfe Paprikasoße!

Was eine Demokratische Bewegung Braucht

June 9th, 2019

Ich bin neulich zu einem Kennenlerntreffen der Gemeinwohl Ökonomie gegangen, um mal kein Buch über eine neue Idee zu lesen, muss aber letztendlich doch das Buch lesen, wenn ich wissen möchte, ob die Ansätze meiner Kritik berechtigt sind. Anstelle möchte ich meine kritische Einstellung dazu benutzen, zu überlegen, was eine wirklich demokratische Bewegung braucht. Denn das, was mir bei GWÖ am meisten fehlt, ist sicherlich auch wichtig für andere solche Bewegungen:

  • Rechenschaft
  • Demokratische Organisationsstruktur

 
Wenn eine Organisation, die behauptet mehr Demokratie zu wollen, sehr um eine Person konzentriert ist, ist das ein Widerspruch. Das ist besonders problematisch, wenn diese Person ein weißer Mann ist, denn das zeigt wenig Bewusstsein von den strukturellen Problemen unserer Gesellschaft, die unsere Demokratie untergraben. Wir brauchen kein neues Bilianzsystem, sondern genug Bescheidenheit unter den Privilegierten, dass sie bereit sind, zurückzutreten und mal zuzuhören. Ideen, die das Gemeinwohl betonen, sind ja schon da. Amartya Sen and Martha Nussbaum haben den Fähigkeitenansatz entwickelt (englische Erklärung), der sich, ähnlich wie GWÖ, auf das Wohl des Menschen und der Gemeinschaft ausrichtet. Wie Felwine Sarr vorschlägt, müssen wir das westliche System durch einen Paradigmenwechsel ändern oder, wie Sarr es sieht, sogar ersetzen. Diese Stimmen tauchen in der GWÖ nicht auf – und wurden, soweit ich weiß, auch nicht mal gehört. Deshalb empfand ich die Idee als neuen Wein in alten Schläuchen… Die Hierarchien, die momentan, die Demokratie untergraben, müssen hinterfragt werden – ansonsten werden neue Ansätze nur in das bestehende System absorbiert und es ändert sich nichts. Zu diesen Hierarchien gehören eben nicht nur solche, die auch weiße Männer erfahren – also zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern – sonder auch andere zwischenmenschliche, die durch rassistische, sexistische, und andere vorurteilsbeladene Ideen kreiert und erhalten werden.

Dies geschieht am Besten innerhalb eines allumfassendem System von Rechenschaft, durch das die Kritik von Menschen, die nicht an der Macht sind – wie Schwarze, Menschen of Color, Frauen, oder non-binäre Menschen – wirklich gehört und aufgenommen wird. Das ist immer wichtig, denn die Gefahr besteht, dass ein neues System von dem alten untergraben wird, da wir uns nicht der oft subtilen Einflüsse der alten Denkweisen bewusst sind. Rechenschaft verlangt daher eine aktive Auseinandersetzung mit möglichen Gefahrenstellen. Dazu können auch Fragen, wie diese, dienen:

  • Wie geht das neue System bestehende Ungerechtigkeiten an? Werden die offen wahrgenommen und angegangen oder ignoriert?
  • Welche Stimmen werden integriert? Nur die von weißen Männern oder auch die von Frauen of Color? Fühlen sich diese Menschen wirklich gehört?
  • Wird der Rat von machtloseren Menschen aktiv gesucht?
  • Wird Bescheidenheit gezeigt oder die Antwort(en) als endgültig präsentiert?

 
Zum Beispiel bin ich mir sicher, dass ich in diesem Aufsatz einiges vergessen habe. Um meine Ideen jetzt zu verwirklichen, muss ich sie öffentlich machen und dann von anderen erweitern, revidieren, und integrieren lassen. Ich kann dann meinen Namen nicht mehr dranhängen. Demokratische Ideen können nicht vollständig nur von einer Person entwickelt werden. John Dewey warnte schon davor. Er schlägt daher einen Prozess vor, in dem eine Idee in der Realität getestet wird und dann durch ein System von Rechenschaft verfeinert wird. Das kann nur funktionieren, wenn alle Stimmen gleichberechtigt sind und bestehende Ungleichheiten aktiv entgegengewirkt werden.

P.S.: Hier ist ein Video über die 16-jährige, die den Klimastreik in die USA bringt. Wir weißen Klimaaktivist*innen müssen ihr zuhören und ihre Vorschläge umsetzen, wenn wir Gerechtigkeit ernst nehmen wollen.

Fehlschlüsse über Rassismus

April 12th, 2019

Hierarchien, die dazu dienen, Menschen zu unterdrücken, wie Rassismus und Sexismus, werden von Fehlschlüssen aufrecht gehalten. Weiße Vorherrschaft – white supremacy – wird von zu wenigen weißen Menschen als System gesehen, weil wir Fehlschlüsse verinnerlicht haben. Um Rassismus als ein System wirklich zu verstehen, müssen wir uns bewusst machen, wo wir Fehlschlüsse in unserem Denken anwenden – und dann lernen umzudenken. Ein Artikel von 2009, der von zwei Soziolog*innen an der Universität in Madison Wisconsin geschrieben wurde, beschreibt die fünf Fehlschlüsse die hauptsächlich im Thema Rassismus auftauchen. Hier ist meine Zusammenfassung dieser Ideen (ich versuche die Fachbegriffe zu übersetzen, bin aber für Verbesserungen offen! Meine englische Zusammenfassung ist hier.).

Der individualistische Fehlschluss ist wahrscheinlich der häufigste und taucht auch in Gruppen, die meinen sie bekämpfen Rassismus, auf. So wird Rassismus als Problem von Individuen gemacht, die sich der AfD anschließen. Die sind die anderen, die schlechten Menschen, denen wir, die guten (oder gutbürgerlichen) Menschen entgegen wirken. Wenn die rote Linie, die uns Gute von den Rassisten trennt, wieder eindeutig scharf wird, haben wir Rassismus erfolgreich bekämpft. Leider nicht. Rassismus kann nicht auf eine Gruppe von Menschen isoliert werden, denn unsere Gesellschaft basiert auf einem System, das Menschen unter anderem auch nach Hautfarbe und Herkunft klassifiziert. Dies erlaubte dieser gutbürgerliche Gesellschaft die Kolonisierung von anderen Gebieten , ja es taucht sogar auf, wenn ich “anderen Ländern” schreiben wollte. Die Länder in Afrika wurden von den Kolonialmächten gemacht. Unsere Gesellschaft ignoriert die Menschenrechtsverletzungen von prominenten und ausgezeichneten Wissenschaftlern, denn solch Komplexität würde die binäre Trennung in Gut und Böse sprengen. Zu viele weiße Menschen regen sich mehr über das Ändern von Wörtern auf, als darüber das Kinderbücher Wörter enthalten, die verletzend sind. Robin Di Angelo nennt solche Reaktionen white fragility, weiße Verletzlichkeit – damit wird ein rassismuskritisches Argument entschärft, wir weißen Menschen werden zu den Opfern und damit wird white Supremacy erhalten.

Ein anderer, verbundener trügerischer Aspekt dieses Fehlschlusses ist, dass Rassismus absichtlich sein muss. Wenn ich mit meiner Frage nicht rassistisch sein will, ist die Frage harmlos. Die Frage verletzt den Befragten aber genauso, egal was meine Absicht ist. Dieser Aspekt verstärkt die falsche Dichotomie des Gut/Bösen: Rassisten sind nur die bösen Menschen, die absichtlich diese Ideen sagen und verbreiten, also wahrscheinlich nur die Mitglieder der AfD, nicht mal die Sympathisant*innen und auf keinen Fall wir, die guten Bürger*innen. Diesen Fehlschluss zu hinterfragen, ist vielleicht der wichtigste erste Schritt, um rassismuskritisch arbeiten zu können, denn aus der Dichotomie auszusteigen heißt, dass ich nicht böse bin, wenn ich Pippi Langstrumpf liebe, sondern uninformiert. Vielleicht kann ich ja auch weiterhin Teile von ihrer Geschichte lieben und andere verurteilen (dass, z.B., ein weißer Mann sich einfach zum König über andere Menschen macht, bloß weil er denkt, er wäre ihnen überlegen). Es erlaubt auch, Situationen so komplex zu sehen, wie sie sind. Manche Bücher von Michael Ende sind vielleicht so problematisch, dass ein Umschreiben sie auch nicht retten würde, aber andere vielleicht nicht. Oder ich lese einfach andere Bücher (vor). Robert Koch hat das Tuberkulose-Bakterium gefunden und dafür zu Recht den Nobelpreis erhalten. Er war aber auch in Versuchen an Menschen verwickelt und dafür sollte er verurteilt werden. Beides gehört zu seiner Biographie.

Der juristische Fehlschluss tritt auf, wenn wir glauben, dass Gesetzesänderungen oder die Abschaffung rassistischer Gesetze genug sind, um Rassismus abzuschaffen – als wenn de jure automatisch de facto Änderungen herbei bringt. Dieser Fehlschluss unterliegt vielleicht der mangelnden direkten Aufarbeitung von dem antisemitischen Gedankengut der Nazidiktatur. Die Bundesrepublik hat neue Gesetze – fertig! Und jetzt sind wir überrascht, dass antisemitische Parolen wieder salonfähig werden – sie sind nie wirklich hinterfragt und abgebaut worden.

Der Alibi-Trugschluss beeinflusste uns, als wir dachten, dass die Wahl von Barack Obama, das symbolische Ende des Rassismus war. Wenn einzelne Menschen of Color zu Prominenz und Macht aufsteigen, hat sich noch lange nicht die Struktur einer Gesellschaft geändert. Leider zeigt ja, dass Obamas Vermächtnis nun durch rassistische (und sexistische) Politik untergraben wird, dass diese Struktur noch vorhanden ist.

Der geschichtslose Fehlschluss behauptet, dass die Vergangenheit für heute irrelevant ist. Die Bundesrepublik ist ja ein ganz anderer Staat, als die Macht, die in Afrika Kolonien ausbeutete und Menschen verachtete. Wir haben die Vergangenheit bewältigt und wir gehen jetzt in die Zukunft! Das ist leider nicht so. Selbst wenn wir es gerne so hätten, können wir die Vergangenheit nicht einfach durch einen Entschluss hinter uns lassen. Das geht weder für einen einzelnen Menschen, als auch für ein ganzes Land, für ein ganzes System. Tabula rasa gibt es nicht. Unsere Geschichte steckt in uns drin und wird durch Verhaltens-Normen und sogar gene weiter vermittelt – es sei denn, wir machen uns die Arbeit, uns zu ändern, uns zu heilen.

Die Idee, dass Rassismus sich nicht entwickelt, reflektiert den fixierten Fehlschluss. Rassismus kann gemessen werden, um zu bestimmen, ob es heute weniger Rassismus gibt oder mehr. Dieser Fehlschluss ignoriert, dass sich rassistische Ideen und Systeme weiterentwickeln, insbesondere durch die Veränderungen in der Gesellschaft. In den USA, gibt es zwar keine Gesetze mehr, die offen schwarzen Menschen verbieten an Wahlen teilzunehmen, aber in vielen Staaten gibt es Gesetze, die Menschen of Color die Wahlteilnahme sehr erschwert. Oder manchmal gibt es einfach nicht genug Wahllokale.

Wenn wir uns etwas mit diesen Fehlschlüssen auseinandersetzen, wird auch schnell klar, dass sie oft nicht so präzise getrennt werden können. Zum Beispiel, bei der Beurteilung von Wahlbeteiligung spielen auch geschichtslose und juristische Fehlschlüsse mit (also etwa: Wähler*innen Unterdrückung war in der Vergangenheit; die Gesetze gibt es jetzt nicht mehr). Je mehr wir uns mit diesen Gedankenkurzschlüssen befassen, desto eindeutiger wird es, dass Rassismus ein verbreiteteres und schwerwiegenderes Problem ist, als wir weißen Menschen zugeben wollten.


Dieser Beitrag ist auf diesem Artikel basiert: Desmond, M., & Emirbayer, M. (2009). What is Racial Domination? Du Bois Review: Social Science Research on Race, 6(2), 335-355. doi:10.1017/S1742058X09990166. (Eine PDF Version des Artikels ist hier: here.)

Fallacies about Racism

April 7th, 2019

Oppressive hierarchies cannot exit without reliance on fallacies. White supremacy is maintained by racist ideas that seem to justify it. However, when we scratch the surface, we find that these ideas are relying on mental tricks rather than sound reasoning. I found a 2009 article by two sociologists at UW-Madison helpful in understanding the primary fallacies that underpin racism and want to summarize it here (the German summary is here).

Maybe the most common fallacy is the individualistic fallacy. It makes racism an individual problem and divides people into good and bad. This binary thinking creates a group of racists that are “out there” and then the rest of us who cannot be racist. Intentionality is crucial: Only if an act is intentionally racist can it really be racist, so the fallacious thinking goes. This fallacy is likely behind white fragility, a concept developed by Robin Di Angelo. White people who are called out – or even when we’re called in, a far gentler form of pointing out that something we just said or did was racist – devolve into defensiveness because we (falsely) believe the only people who can be racist are those “bad people” and most of us don’t see ourselves as bad. Maybe the most important first step in white anti-racist work is to accept that this is fallacious thinking. We are living in a world that is build on white supremacy, patriarchy, and capitalism, therefore we’ve learned to view it through a racist (and sexist and classist) lens. Racism is not just prejudice. It is the foundation of the very system we live in. This system is reflected in our unintentional thoughts and habits.

When we believe all we have to do to abolish racism is to get rid of racist laws, we’ve fallen prey to the legalistic fallacy. Just thinking of the aftermath of the Supreme Court decision ending school segregation (Brown v. Board of Education) shows that this is unfortunately not the case.

Obama’s election to President was supposed to be the sign of a post-racial society. The belief in this tokenistic fallacy probably made many of us blind to the rising racist hatred that was fueled by fear about the consequences of a changing system. The backlash to Obama’s Presidency, as we’re now experiencing, is massive and meant to reestablish the full force of white supremacy. (It’s important here to avoid the individualistic fallacy! This isn’t about the current president. In fact, he wouldn’t be in power if it weren’t for the Electoral College with its very racist reasons for existence.)

The ahistorical fallacy might at first blush seem to be too extreme to seriously fall into. Its basic claim is that the past does not influence the present. What’s in the past remains there. There is no legacy of slavery, Jim Crow etc. Of course they impact today, most of us would cry! And yet, do we really believe that? This fallacy plays out when we doubt that today’s behaviors might be driven by trauma passed on through the generations. Combining it with the legalistic fallacy, we don’t see how slavery continued after its legal abolishment – and how those centuries of oppression are still impact life today. Maybe even the idea of “the end of history” came out of this fallacy.

The fixed fallacy sees racism as something measurable. Racism does not develop or change over time. This allows us, then, to claim the other meaning of the word “fixed”: Since a certain type of racism has decreased, we’ve fixed racism.

In order to do effective anti-racism work, we need to analyze our own thinking to ensure that we haven’t fallen into those fallacies. Since fallacious thinking is challenging to detect in ourselves, it might be even more effective to do this as a group.


This post is based on: Desmond, M., & Emirbayer, M. (2009). What is Racial Domination? Du Bois Review: Social Science Research on Race, 6(2), 335-355. doi:10.1017/S1742058X09990166. (A PDF of the article is available here.)


This page utilizes Rutz’s CompositePost Plugin, which allows you to create a blog within a blog and enables usage of the more tag. And I am using this trick to exclude the categories on this page from my front page.


Comments

Fallacies about Racism — No Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

HTML tags allowed in your comment: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>