Gegen Pärchendiktatur

Es tut sich also auch was auf Deutsch um Singlismus zu bekämpfen (Singlismus ist meine Übersetzung von singlism, ein Wort von Bella DePaulo kreiert, um die Vorurteile gegen Singles zusammenzufassen – wie Rassimus oder Sexismus, nicht wie Feminismus…). Christiane Rösinger, die Sängerin der Band Lassie hat ein Buch herausgegeben und ihre Lesung wurde im Freitag besprochen. Die war wohl etwas oberflächlich und hat sich mehr über den normativen Zwang zum Paaren mokiert, das Buch selbst hört sich sehr interessant an:

Wer wissen wolle, wieso die RZB (Romantische Zweierbeziehung) überhaupt nur eine Erfindung des 18. Jahrhunderts ist, müsse sich allerdings das Buch kaufen, die Erklärung wäre hier in der aufgeheizten Atmosphäre thematisch zu trocken, schließlich handle es sich bei dem zweihundert Seiten starken Werk um ein Sachbuch.

Ich will allerdings etwas in Frage stellen: Warum gibt es denn nur die Paar-Alleinsein Alternativen? Das scheint hier suggeriert zu werden:

Hier spricht keine gerade Verlassene, die in ihrem Groll über den Ex-Freund auf alle sie umgebenden Pärchen schimpft, sondern eine gestandene Frau, die sich eingehend mit der Materie auseinandergesetzt hat, und ganz logisch zu dem Schluss gekommen ist, dass es besser ist, wenn wir alleine leben.

Zum normativen Zwang gehört auch, dass diese Alternative als die einzigen akzeptiert werden. Als Menschen sind wir aber soziale Wesen, die nicht ohne andere leben, oder zumindest gedeihen können. Ich hoffe, dass Christiane das auch in ihrem Buch beschreibt… Ich hab’s bestellt und werde es mal lesen…






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